Die Ferdinandshofer Feuerwehrleute heizen zum 111-jährigen Bestehen ordentlich ein. Damit wollen sie auch gegen den Mitgliederschwund ankämpfen.
Ferdinandshof.Eine lodernde Flamme – dann ein Knall und eine kleine Explosion. Da zuckten nicht nur die jüngeren Zuschauer in Ferdinandshof. Doch an sie war die Präsentation der freiwilligen Feuerwehr in erster Linie gerichtet. Denn eine kleine Deo-Flasche kann solch eine Gasexplosion verursachen. Und die Ferdinandshofer Einsatzkräfte wissen genau, dass gerade Kinder gerne herumexperimentieren. „Wenn ihr etwas ausprobieren wollt, dann kommt zu uns“, sagte Oberlöschmeister Joachim Kaiser. Denn wie so manche Wehren in der Region leiden auch die Ferdinandshofer unter Mitgliedermangel. So wurde jetzt am Wochenende nicht nur das 111-jährige Bestehen der Wehr gefeiert, sondern gleichzeitig auch die Werbetrommel für die Hilfstruppe geschlagen. Dafür ging auch schon mal eine Küche in Flammen auf, zeigten die Kameraden daran doch einen möglichen Einsatz. Auch die Hilfe bei einem Verkehrsunfall wurde simuliert. So sahen die Gäste, was die Helfer im Ernstfall alles leisten müssen. Dafür steht ihnen die entsprechende Technik zur Verfügung, die ebenfalls am Sonnabend gezeigt und vorgestellt wurde. Dabei glänzte der silberne Brandschutzanzug noch nagelneu. Er kommt bei Temperaturen von mehr als 1000Grad Celsius zum Einsatz. „Zum Glück haben wir ihn noch nicht benutzen müssen“, erklärte Joachim Kaiser. Doch der Ernstfall kann immer kommen. „Dann ist es schwer einen Trupp vollzubekommen“, gestand Kaiser. Vielleicht stößt ja die Sängerin Elisa Kemp demnächst zur Truppe. Die passende Jacke hatte sie bei ihrem Auftritt schon an. So wurde natürlich auch ordentlich gefeiert. „Im nächsten Jahr setzen wir noch einen drauf“, kündigte Joachim Kaiser schon einmal an. Denn dann ist es die Notruf-Nummer 112, die das Jubiläumsjahr bezeichnet.
Quelle: Nordkurier (S. Wolff)